Wülfingen St. Marien Kirche Taufengel 1720

Der Taufengel in der Kirche Wülfingen wird hier in seiner Farbigkeit von 2006 gezeigt. Die Aufnahme hat Axel Kronenberg aus Lamspringe in 2006 gefertigt.

Der folgende Text stammt von Axel Kronenberg aus dem Jahr 2006. Alle Rechte verbleiben beim Autor.
Taufengel in Wülfingen
(Stadt Elze, Landkreis Hildesheim), ev.-luth. Kirche
1720 - Holz, Länge ca. 120 cm

Der weibliche Taufengel hängt an einer eisernen Wandbefestigung im Chor an der Wand vor der südlichen Empore. Er kann nicht abgesenkt werden. Der Engel trägt über dem langen weißen Gewand mit goldenen Bordüren einen silbernen Brustpanzer mit goldenen Ornamenten. Die Ärmel sind aufgerollt und golden verziert. Eine breite rote Schärpe schlingt sich locker von der linken Schulter um die rechte Hüfte und den Oberkörper. Das lockige braune Haar fällt bis auf die Schultern. Die großen Flügel haben weiße und silberne Schwungfedern und goldene Deckfedern. Das rechte angewinkelte Bein schaut bis zum Knie aus dem Gewand, das linke ist nach hinten gestreckt. Die Füße sind unbekleidet und tragen keine Schuhe. Der Taufengel hält in der echten Hand nicht mehr die Taufschale, die 1730 von Anna Maria Rennemanns für einen Reichstaler gestiftet worden war. Der linke Arm streckt einen grünen Palmwedel hoch. Der Taufengel wurde nach dem Eintrag von Pastor Ernst Daniel Hogrefe (Amtszeit 1730-1738) im Pfarrlagerbuch im Jahre 1720 von Gemeindemitgliedern für 19 Reichstaler der Kirche geschenkt, von denen der Patron der Kirche, der Schatzrat Georg Wilhelm Bock von Wülfingen, 8 Reichstaler stiftete. Er diente lange Zeit als Bekrönung des fünfachsigen Orgelprospektes.
Literatur: Dehio 1992, Seite 1417; KDM Kreis Springe 1941, Seite 220; Mitteilung Pastor i.R. Michael Gäbler im April 2005.

Bitte zur kürzlich erfolgten Restaurierung um 2014 das Pfarramt in Wülfingen befragen.

Standort

Deutschland
52° 9' 8.1504" N, 9° 44' 39.8472" E
Ansichtskarte: 
Kirche St. Marien in Wülfingen